Stolpersteine 2019

Religionsunterricht an der Dreilinden-Grundschule                     

Projekt Stolpersteine

Wie schon im vergangenen Schuljahr haben wir uns im Religionsunterricht der 5. und 6.Klassen mit dem Projekt „Stolpersteine- gegen das Vergessen“ in der Zeit um den 9. November beschäftigt.

Der Stolperstein in der Dreilindenstraße gegenüber dem Gymnasium war der erste Anlaufpunkt, später wurde er auch gereinigt. Das Erstaunen war bei einigen groß, dass sich solch ein Gedenkstein in der unmittelbaren Nachbarschaft unserer Schule befindet.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich nach der Unterrichtszeit im Bezirk und zum Teil auch darüber hinaus auf Spurensuche begeben und haben mit offenen Augen, Papier und gezücktem Bleistift Stolpersteine gesucht. Diese wurden dann mittels Frottage auf das Papier übertragen. Manche Kinder hat dabei richtiggehend das Jagdfieber erfasst.

Die Fundstücke wurden im Unterricht vorgestellt, wir haben kleine Recherchen angestellt und viel über das Thema in allen Facetten gesprochen. Die Schülerinnen und Schüler erörterten auch Bezüge in unsere Gegenwart, denn das Vergessen bedeutet nicht nur, die Personen nicht zu vergessen sondern auch nicht zu vergessen, dass Ausgrenzungen und Erniedrigungen von Mitmenschen immer wieder geschehen.

Die Kinder haben in Gruppen ein „Würdiges Gedenken“ für die Familie Behrend geplant, deren Steine vor ihrem letzten Berliner Wohnsitz in der Cimbernstraße 3 liegen. Über diese Familie haben wir von Bewohnern der Cimbernstraße mehr erfahren und daher auch in diesem Jahr deren Steine geputzt. Das Gedenken der Schülerinnen und Schüler wurde fotografisch festgehalten, dann aber wieder entfernt.

Die Klasse 6b hat zusätzlich viele ergreifende Gedichte verfasst, die in einer Power Point Präsentation zusammen mit den Gedenkfotos vorgestellt wurden sowie auf Plakate gedruckt wurden, die inzwischen in der Theaterhalle der Schule aushängen.

Diese Gedichte sowie die Präsentation wurden von den Kindern auf dem Buß-und Bettags-Gottesdienst des Konsistoriums der evangelischen Kirche vorgetragen. Die Zuhörer waren von den Texten der Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckt.

Um dem Projekt einen längerfristigen Sinn zu geben, haben wir beschlossen Salzteigornamente zu basteln, die auf dem Adventsbasar der Schule zum Verkauf angeboten wurden. Dabei wurden auch die Plakate mit Bildern und Gedichten vorgestellt. Ziel war es, die 120€ für einen neuen Stolperstein im Bezirk zusammen zu bekommen und das haben wir geschafft!

Frau Saitz (Religionslehrerin) 1.12.2019